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Die Empfindlichkeit gegen Alkohol ist von Mensch zu Mensch verschieden. Ein absolut sicherer Grenzwert, der
für wirklich alle gilt, kann daher nicht angegeben werden. Fachleute bezeichnen deshalb heute einen Alkoholkonsum, der nur in Ausnahmefällen die Gesundheit schädigt, als risikoarm. Die Grenze hierfür
ziehen sie für Frauen bei nicht mehr als 20g reinen Alkohol/täglich, für Männer wird dieser Wert mit 30g reinem Alkohol/täglich angegeben. Jedoch sollte nicht täglich getrunken
werden.
Ein Zwischenschritt hilft, aus diesen abstrakten Werten, eine im Alltag hilfreiche Regel abzuleiten. Jeweils 10g reinen Alkohols werden als eine
Einheit erfasst. Und soviel ist z.B. enthalten in einem kleinen Bier einem kleinen Glas Wein bzw. Sekt oder einem Korn.
Falsch ist die Ansicht, zu schweren gesundheitlichen Schäden könne es nur in Folge von Alkoholabhängigkeit kommen. Auch hoher gewohnheitsmäßiger
Konsum birgt große Risiken und senkt die Lebenserwartung deutlich.
In erster Linie nimmt die Leber Schaden, die den Alkohol im Körper abbaut. Leberschwellung, Leberverfettung und schließlich Leberzirrhose sind
mögliche Folgen. Hormonell bedingt baut die weibliche Leber Alkohol langsamer ab und ist deutlich anfälliger für alkoholbedingte Schädigungen.
Gleichfalls besonders gefährdet ist das Gehirn. Jeder Rausch zerstört Millionen von Gehirnzellen. Zuerst leiden Gedächtnis und
Konzentrationsvermögen, Kritik- und Urteilsfähigkeit, später die Intelligenz, bis hin zu völligem geistigen Abbau. Weitere Risiken kommen hinzu: Bauchspeicheldrüse, Magen und Darm können sich
entzünden. Die Gefahr von Krebserkrankungen der Leber, des Magens, im Bereich von Mund- und Rachenhöhle, des Kehlkopfes und der Speiseröhre steigen. Alkoholmissbrauch beeinträchtigt auch die Potenz
und das sexuelle Erleben. Bei andauerndem Missbrauch wird die Persönlicheit grundlegend gestört. Alkoholkranke werden z.B. unzuverlässig, reizbar, depressiv und übertrieben
eifersüchtig.
